Montag, 20. Juni 2016

Küchenplausch

Ein Herzstück namens Küche.

Eine Küche zu planen ist gar nicht so einfach:
Sie soll ausreichend groß und geräumig sein, ein Designstück und dann auch noch praktisch.

Für uns war erst einmal die Frage zu klären, ob wir eine zum Wohn-/Eßbereich offene Küche haben wollen oder doch lieber eine Küche, die räumlich getrennt ist. Hier einige Überlegungen zu unserer Entscheidung:

Eine offene Küche wirkt sehr großzügig und gefällig. Sind Gäste eingeladen ist die offene Variante auf jeden Fall ausgesprochen kommunikativ und das erste Gläschen Wein kann schon an der Theke oder der Kochinsel getrunken werden.

Dennoch .... wir haben bisher die Erfahrung gemacht, dass eine Küche selten perfekt aufgeräumt ist, und schon gar nicht, wenn Gäste eingeladen sind. Das Arbeitsgeschirr ist noch nicht komplett gespült oder in der Spülmaschine verstaut, und nach dem Essen wird das benutzte Geschirr, Gläser etc. erstmal auf der Arbeitsplatte abgestellt. Dann ist es doch einfach schön, wenn es eine Tür gibt, die geschlossen werden kann. Zudem wabert der Kochduft bei geschlossener Tür nicht ins Wohnzimmer und Geschirrgeklappere wird gedämpft.

Unser Fazit: einerseits wollten wir einen offenen Charakter der Küche, andererseits aber grundsätzlich eine abtrennbare Küche. . .

Unsere Lösung: eine Glas-Schiebetür und zwar 2-flügelig in der Wand laufend. Diese hat bei unserem Grundriss den Vorteil, dass wir eine Öffnung von rd. 150 cm bekommen (abzüglich der Breite, die wg. der herausstehenden Griffe benötigt wird). Zusätzlich wird durch die innenläufige Ausführung kein Stellplatz an den Wänden verschenkt. Für uns ein guter Kompromiss!

Bei den vielen Küchenplanungsgesprächen kam uns irgendwann die Idee, einen der Küchenschränke teilweise in der Wand zu "versenken" - eine Variante, die sich bei der Holzständerbauweise sehr leicht realisieren lässt. Für HunoldHaus war das auch kein Problem. Für einen geringen Mehrpreis hat HunoldHaus einen massiven Holzrahmen angeboten, in den der Küchenschrank einfach nur noch hineingeschoben werden muss und je nach Belieben etwas weiter oder weniger weit in den Raum hineinragt. Sobald die Rahmenkonstruktion sichtbar ist, werden wir wieder berichten und eine paar Fotos zeigen ...

Hier nun noch ein paar allgemeine Tipps zur Küchenplanung:

- beginnt früh mit der Küchenplanung; ideal ist es, wenn bei der Fertigung des Hauses bereits die vollständig vermasste Küche incl. Wasser- und Stromanschlüsse berücksichtigt werden kann.
So kann man auch Sondermaße der Küche vermeiden und wie in unserem Fall den Vorteil der Holzständerbauweise voll ausnutzen
- macht Euch konkret Gedanken, wo man in der Küche welche Dinge unterbringen möchte / kann.
- lasst Euch nicht von den Hochglanzkataloge der Küchenanbieter zu sehr blenden: zwar kann man Ideen sammeln, leider sind jedoch die abgebildeten Küchen meist deutlich größer als es im eigenen Haus realisierbar wäre
- stöbert in den Küchenhäusern und fotografiert, was gefällt
- nutzt die (hoffentlich!) vorhandene Kreativität des Verkaufsberaters
- eine einfache Möglichkeit die Arbeitsfläche zu vergrößern, ist die Erhöhung der Tiefe der Arbeitsplatte auf bspw. 70 cm (mal eben schnell 10 cm gewonnen!)
- fragt nach speziellen verlängerten Garantien für Elektrogeräte und Küchenmöbel
- lasst Euch möglichst die gleiche Küche (incl. Elektrogeräte etc.) bei 2-3 Küchenanbietern rechnen. Ihr werdet feststellen, dass die Unterschiede mehrere Tausend Euro betragen können.
- getraut Euch auch mal zu verhandeln. Meistens lohnt es sich!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen