Montag, 18. April 2016

Massivhaus vs. Fertighaus

Die beiden Hausarten Massivhaus und Fertighaus unterscheiden sich insbesondere in den Baumaterialien und der Bauweise. Während Massivhäuser „Stein auf Stein“ (ggf. auch „Holz auf Holz“) direkt auf dem Grundstück errichtet werden, wird bei Fertighäusern dagegen die Grundkonstruktion im Wesentlichen aus Holz in Fertigungshallen vorgefertigt und innerhalb von wenigen Tagen auf der Baustelle zusammengefügt. Der Innenausbau ist bei beiden Varianten dann wieder weitestgehend gleich. Wenn man sich bei einem Fertighausanbieter einmal die Produktion anschaut, erkennt man schnell, dass Fertighäuser technologisch ausgereift sind (Beispiel: Aufbau der Außenwände) und nichts mehr gemein haben mit den Fertighäusern aus den 70er Jahren.
Der Kostenvorteil, den man lange Zeit bei den Fertighäusern hatte, ist damit allerdings auch dahin (Qualität hat eben seinen Preis).


Das Massivhaus kann man entweder durch eine einzige Firma bauen lassen oder aber man vergibt die einzelnen Gewerke an verschiedene Handwerksfirmen. Letzteres ist mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden (auch dann, wenn man hierfür einen Architekten beauftragt) und kam daher für uns nicht in Frage. Das Fertighaus wird in der Regel von einem Fertighausanbieter komplett geplant und – wenn gewünscht – einzugsfertig errichtet.

Für uns waren folgende Gründe für die Entscheidung pro Fertighaus ausschlaggebend:
  • sehr gute Wärmedämmeigenschaften durch Wandaufbau und Gebäudehülle (z.B. beträgt der Wärmedurchgangskoeffizient der Außenwand bei HunoldHaus lediglich 0,129 W/m²K; Anmerkung: je geringer, desto besser)
  • verlässlichere und in der Regel auch kürzere Bauzeit (kein Austrocknen des Mauerwerks notwendig)
  • bessere Kostenplanung (in der Regel Festpreisangebot)
  • schon vielfach erprobte Bauweise und damit weniger anfällig für „Fehler vor Ort“ (alles aus einem Guss)
Ein oft genannter Nachteil von Fertighäusern nämlich Einschränkungen bei der Wahl des Grundrisses können wir bei unserem Bauvorhaben nicht bestätigen.

Letztendlich ist die Entscheidung Massivhaus oder Fertighaus – wie bei uns auch – eben auch eine "wohlüberlegte" Bauchentscheidung.
 



 

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